Nach Ayutthaya
Am nächsten Tag mussten wir sehr früh aufbrechen, um zunächst wieder mit dem Langboot zu fahren. Wir dürften auf keinen Fall das „ große Boot“ verpassen, so J.T.. Er drohte sogar an, auch ohne eventuell verspätete Mitglieder der Gruppe abzufahren. Das erwies sich allerdings als Eigentor: Am River City Center, dem Anleger der „Grand Pearl Of Siam“, mussten wir noch mehr als eine halbe Stunde warten. Die Perle nannte sich Flusskreuzfahrt-Schiff, sie war schon etwas in die Jahre gekommen. Mit der schipperten wir dann durch Bangkok.


Der Fluss ist optimal, man kann die Anlagen am Ufer wunderbar betrachten. Wat Arun kannten wir schon, wir sahen viele kleine Fabriken und auch die Brauerei, deren Bier wir schon genossen hatten. Wir sahen auch wieder zahlreiche Klöster. Vorbei ging es auch am Parlament, dessen Neubau sehr großzügig und teuer erfolgte. Knapp 2 Stunden später gab es auf dem Boot ein Mittagessen, also etwas vor 11:00 Uhr. Wir wollen darüber nicht meckern, denn die Fahrt endete schon kurz vor zwölf. Wir hatten gerade die Stadtgrenze von Bangkok erreicht.

Nächstes Ziel war der Sommerpalast des Königs in Nang-Pa-In. Da Majestät nicht anwesend war, durften wir in den Schlosspark. Und dem Namen Sommerpalast machte das Wetter alle Ehre, wir hatten Temperaturen um die 35 °C. Die Vorgänger von Ramada X hatten im Schlosspark Nachbauten von allem, was sie auf Reisen gesehen hatten, platziert. So gab es den Pilsumer Leuchtturm, Otto Waalkes lässt grüßen! Aber auch eine chinesische Pagode, ein Gastgeschenk an den König, steht hier. Große Wasserflächen machten die hohen Temperaturen leichter erträglich.

Nächstes Ziel war das Wat Wai Phra Sri Sanphet (das ist doch wohl ein Name!) ein Friedhof, nicht für Kuscheltiere, sondern für Könige samt Verwandtschaft. Drei Chedis bildeten den Mittelpunkt der Anlage. Gebaut wurden sie ab 1492. Jedes beheimatet eine Urne, also Einzelzimmer für den Vater von Ramathibodi II und seinen Bruder. 1592 wurde angebaut, damit auch Ramatibhody II seine letzte Ruhestätte finden konnte. Überwältigend, welchen Aufwand man da getrieben hat.

In grauer Vorzeit, so um 176 , haben die Barma (Bewohner Birmas und Myanmars) Thailand, überfallen und ausgeraubt. Dabei wurden allen Buddah-Statuen die Köpfe abgeschlagen. Obwohl beide Völker die gleiche Variante des Buddhismus lebten, wird das auch heute noch mit religiösen Gründen erklärt. Es war aber eine Sache des Kopfes, genauer seines Inhaltes. Das waren fast immer Goldschätze. Und um die ging es! Werden heute Statuen restauriert wird ihnen meistens ein neuer Kopf transplantiert.

Manchmal erleben die Köpfe eine Widergeburt. So im Wat Mahthat, wo ein abgeschlagener Kopf einer Statue zwischen den Wurzeln eines Baumes lag. Beim Wachsen des Baumes wurde der Kopf eingeschlossen und aus dem Erdreich gehoben. Da starrt er heute aus dem Baum heraus und die Besucher an. Deutlich hört man: “Holt mich heraus, ich bin ein Star!“ weiter ging es zur Übernachtung in ein Hotel nach Ayttahaya.