Das Wat Yai Chai Mongkhol war eine weitere Station unserer Wat(t)wanderung. Der Phra Chedi ist mit seinen rund 60 m wirklich nicht zu übersehen. Auch der wurde von einem König kurz vor 1600 nach einem Sieg über die Barma gebaut.

Dann gab es eine ausführliche Darstellung der Gesten und Haltungen von Buddha-Statuen. Meist wird er sitzend mit einer eigenwilligen Haltung der Füße gezeigt, die wir kaum nachmachen können. Während die linke Hand meistens geöffnet nach oben gehalten wird, liegt die rechte Hand auf einem Bein, die Finger weisen nach unten. Oft sind diese Finger unnatürlich dargestellt, oft sind sie gleich lang, ihr Maß ist aber unnatürlich. We war denn Buddha?
Siddharta Gaumana war ein Sohn aus gutem Haus, der im Wohlstand lebte. Er sah darin nicht unbedingt sein Lebensziel und suchte nach einer Erleuchtung. Er ging von zuhause fort, Schnitt sich das Haar, das ein Zeichen seiner adligen Abstammung war.
Er versuchte durch eine Form der Meditation eine Lebenswahrheit zu finden. Um seinem Ziel näher zu kommen, kasteite er sich selbst und fasste in extremer Weise. In seiner Geschichte heißt es dann, als er kurz vor dem Hungertod unter einem Baum saß, sei ihm der Chef der Götter erschienen und habe ihm in einem Vergleich erklärt, dass jede Form eines radikalen Weges nie zur Wahrheit führen würden. Er kehrte dann zum normalen Lebensstil zurück, in der aber die Meditation weiter im Mittelpunkt stand.
Irgendwann, wieder unter einem Baum sitzend und meditierend, kam ihm die Erkenntnis, dass nur die Entsagung von allen unnötigen irdischen Dingen den Geist befreien kann und zur gesuchten Erkenntnis führt. Von diesem Augenblick an kann man von ihm als Buddha sprechen. Die vollkommene Ablösung von den irdischen Dingen ist für Buddhisten erforderlich, um aus dem ewigen Kreislauf der Wiedergeburt auszubrechen und in das Nirwana, vergleichbar mit dem Himmel in anderen Religionen, zu gelangen.
Während einer solchen Meditation soll Siddarta eines Tages in der oben beschriebenen Haltung unter einem Baum gesessen haben, als er von einem Dämon Mara versucht wurde. Der schickte allerlei Getier um den Meditierenden zu bedrohen. Der berührte in dieser Haltung mit seinen Fingern die Erde und rief damit die Erdgöttin Thorani herbei. Die wurde wohl beim Waschen ihres Haares durch Siddarta unterbrochen und stand nun neben dem Bedrohten. Sie wrang ihr langes Haar aus, eine große Menge Wasser lief auf den Boden und bildete ein Meer, in dem die drohenden Wesen ertranken. Das war wohl auch der Moment, in dem er die gesuchte Erleuchtung fand, ab da trägt er den Namen Buddha. Das möge als Erklärung genügen
Mittags machten wir einen Stopp in dem wir endlich die von J.T. angepriesene Nudelsuppe probieren mussten. Nicht schlecht, aber in Vietnam hat sie meistens besser geschmeckt!

Weiter ging es nach Auskunft bis Khorat, was auch Nakhon Ratchasima genannt wird und heute fast eine halbe Million Einwohner hat. Unbedingt sehen musste man eine Statue von Thao Suranaree, der Frau eines des Gouverneurs. Sie täuschte 1826 bei einer Belagerung der Stadt eine nicht vorhandene Armee vor, in dem Sie die Frauen der Stadt in Uniformen steckte. Die Feinde, die keine Soldaten in der Stadt erwartet hatten, flohen vor dem „Feind“.
Am Abend erfolgte dann ein Essen in einem externen Lokal. Es gab typisch thailändische Gerichte, wieder so ein Überraschungsessen. Nach dem Essen erschien eine Gruppe von Jugendlichen, die mit verschiedenen Instrumenten thailändische Volksmusik spielten. Eine Gruppe von Tänzerinnen und Tänzern, ergänzte das in ansprechender Weise. Es waren Amateure, die dort auftragen und ihre Sache wirklich gut machten. Einige von Ihnen sind so talentiert, dass sie schon Angebote dafür erhalten, auch professionell aufzutreten.

