Erster Programmpunkt war das Haus des amerikanischen Industriellen Jim Thomson, der mit seinem Geschäft mit Seide reich geworden ist. Das Haus ist interessant, weil es ein Holzhaus aus Tropenhölzern ist, wie sie früher hier am Wasser typisch waren. Dieser Mann hat aber sein Haus nicht selbst gebaut, sondern er hat sechs Häuser aufgekauft, zerlegt  und nach seinen Vorstellungen zu einem Gesamtkomplex zusammengefügt. Umgeben ist es von üppigem Grün, so entstand eine kleine Oase, die heute von Hochhäusern umgeben ist. Insgesamt sieht das zwar ganz nett aus, es bleibt aber letztlich ein vormals komfortables Holzhaus, wie man es auch woanders finden kann. Heute dient der Besuch des Hauses auch als Lockmittel zum Kauf von Artikeln aus Seide. Halbseiden war dagegen der Lebenswandel des Amerikaners, der sich aufgrund guter Kontakte, die er während seiner Ausbildung geknüpft hatte, in der Armee dann auch im Krieg schnell empor arbeiteten konnte.  Später war er als Agent in etlichen Staaten Asiens unterwegs. Dabei hat er sich wohl nicht nur Freunde gemacht, denn einige Leute, die wohl nicht sehr mochten, ließen ihn in den sechziger Jahren dann plötzlich verschwinden.

Thomson 1  Tomaon 2

Thomson 3  Thomson 4

Noch ein Kloster stand auf dem Programm, dass Wat Poh. Auch das ist viel besucht. In diesem Kloster wurde vor knapp 200 Jahren festgelegt, wie eine Thaimassage auszusehen hat! Heute interessiert die Besucher dort aber ein riesiger, liegender Buddha. Böse Leute sagen, dass den Buddha die Zahl der Touristen in umgehauen habe... Nein, das wäre zu sehr ketzerisch. Nun gut, der liegende Buddha ist etwa 46 m lang, ca. 15 m hoch, er ist komplett mit Blattgold überzogen. Wer hier ein Opfer bringt, tut damit angeblich etwas für sein Karma.

Kloster Baangkok  Buddha liegt

Zu Fuß ging es dann zum ehemaligen Chinesenviertel, in dem es einen riesigen Markt für Blumen, Obst und Gemüse gibt. Der trägt den Namen Pak Klong Talat und besteht überwiegend aus einzelnen Geschäften. Aber es ist dort auch eine große Markthalle, in der nur Pflanzliches verkauft wird. Überwiegend sind es Obstsorten, aber auch Blumenketten werden hier geflochten. Das ist zwar beeindruckend, wer schon viele Märkte gesehen hat, findet hier nicht viel Neues.

Markt 1  Markt 2

Wir konnten noch einmal die Erfahrung machen, dass man auf dem Fluss mit dem Boot wesentlich schneller vorankommt, als es mit dem Bus in der Stadt möglich ist. Der dichte Verkehr in der Stadt sorgt dafür, dass man mit dem Bus selbst kurze Strecken nur sehr langsam zurücklegt. Mit den abenteuerlichen Lang-Schwanz-Booten geht es erheblich fixer. Allerdings ist auch deren Fahrstil manchmal abenteuerlich.

Auf dem Fluss 1  Langboot 1

Der Rest des Nachmittages war dann frei, abends haben wir wieder thaispezifisches Essen gewählt. Ein kleines Restaurant, manche würden vielleicht eher von einer Imbissbude mit Sitzgelegenheiten sprechen, war unser Ziel. Es war ganz lecker, für das von mir gewählte Curry wäre allerdings ein Grundkurs Biologie, speziell in Anatomie, von Vorteil gewesen. Die „Wasserleichen“, die da auf dem Teller lagen, mussten von uns ziemlich mühsam, für den Verzehr vorbereitet werden. Sie meldeten sicham folgenden Tag noch einmal zu Wort, die Schärfe der Gewürze machte sich am achterlichen Ende noch einmal deutlich bemerkbar.