Wir blieben in der Stadt, die auf den Ruinen einer Ansiedlung der Khmer in der Nähe der Grenze zu Kambodscha gebaut wurde. Da sich Taiwan und Kambodscha immer noch über den Besitz einiger Gebiete inm Grenznähe streiten, wurde aus Sicherheitsgründen das Ziel geändert, obwohl der ursprünglich die ursprünglich zu besuchende Ruine laut Auskunft von J.T. 400 km von der Grenze entfernt ist. Es war ein typischer Tempel, wie wir sie aus Kambodscha kennen, allerdings ist dieser schon 400 Jahre vor Ankor Watt zu datieren. Sein Erhaltungszustand ist eigentlich recht gut, die klassischen Elemente sind noch sehr gut zu erkennen. Besonderes Augenmerk wurde den Türstürzen in der zentralen Anlage gewidmet. Das schönste aber an diesem Tempel war, dass es kaum andere Besucher dort gab. Gleiche Anlagen kann man unter Umständen auch mal mit mehr als 5000 Besuchern vor Ort erleben!


Weiterfahrt zu einer weiteren Tempelruine, dem Prassa Hin Phimai. Diese war schon deutlich größer und zeitlich etwa 100 Jahre vor dem ersten Bauwerk von Ankor What einzuordnen. Darauf sind die Thailänder besonders stolz. Auch hier findet man wieder die typischen Elemente der alten Heiligtümer der Kmehr!


Mittagspause in einem einfachen Straßenrestaurant. Es gab ausnahmsweise keine Nudelsuppe! Nudeln, bestimmten aber auch hier den Schwerpunkt des Angebotes. Es war nicht überwältigende, mein Essen war höllisch scharf! In Thailand erlebt selbst ein „Scharfesser“ noch Überraschungen. Nach dem Sonnenbad am Vormittag war der Aufenthalt auch eine willkommene Erholung. Nach dem Mittagessen konnten wir uns noch die Beine auf einer kleinen Insel vertreten, auf der nur ein Baum wuchs. Der allerdings nahm die ganze Insel ein. Von den Ästen kamen Luftwurzeln, wo diese die Erde erreichen, wuchsen sie in den Boden. So bildeten sie quasi weitere Teile dieses Baumes. Der ursprüngliche zentrale Baum ist längst verfault und zerfallen, seine „Ableger“ füllten die ganze Insel. Soviel zur Einbaumtheorie.


Noch ganz in der Nähe war ein Museum, bei dem allerdings wegen einer Renovierung einige Exponate draußen ausgelagert worden waren. Das Museum selbst hatte geschlossen. J.T. ließ sich davon nicht abhalten, uns einen längeren Vortrag über die auf Tempelfriesen vorgefundenen Bilder zu halten. So könnte das Freilichtmuseum irgendwann mal erfunden worden sein.
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