Interesse an Solarenergie? Oh, oh, oh, macht aber nicht viel, das kann man ändern!

Jeder der sich in der Politik umtut, muss in Statements mindestens fünf Worte aus der Art Klimawandel, erneuerbare Energien, Energiewende, 5 vor 12, E- Mobilität usw. verwenden. Sonst kommt man nicht an, man muss zeigen, dass er / sie die Welt retten möchte. Das gilt nicht nur für die Öko-Taliban (Definition Taliban: Du musst daran glauben, sonst musst du dran glauben. In der BRD wird dieser Personenkreis oft durch eine Farbe beschrieben.) Diese Buzzwords sind auch bei denen Pflicht, bei denen in Worte wie Wirtschaft, Wachstum und Arbeitsplätze vorkommen müssen.Wallbox bei der Montage

Wer ökologisch etwas auf sich hält, der hat sein E-Auto längs in der Garage oder wenigstens bestellt. Oder das Haus wird energietechnisch aufgerüstet was das Zeug hergibt. Auch Vierfach-Verglasung gibt es schon. Beliebt ist auch die Solaranlage auf dem Dach. Photovoltaik boomt, dass die Firmen gar nicht wissen, wie sie die Kunden bedienen können. Der Gesetzgeber leistet passende Unterstützung:

Damit RWE und Co. nicht am Hungertuch nagen müssen und auch Kraftwerkruinen noch bis 2038 ausquetschen können, muss die Leistung heimischer Energieerzeuger begrenzt werden. 10 kW sind erlaubt, wer darüber hinausgeht wird mit einem ganzen Hagel von  Vorschriften und Einschränkungen belegt, die jeden Spaß verderben sollen. Gefördert wird Photovoltaik übrigens nicht mehr. Nicht ganz richtig, wenn man zusätzlich ein Batteriespeicher in den Keller stellt, gibt es noch Geld. Allerdings verdoppelt ein Batteriespeicher locker die Kosten des Systems. Was man nicht selbst verbraucht, könnte man sonst ja auch in das Netz einspeisen, aber gerade daran haben werder Energieverkäufer noch Staat ein Interesse. so wird die Einspeisevergütung Monat für Monat reduziert. Hochgerechnet wird man in zwei Jahren wahrscheinlich Geld bezahlen müssen, falls man mit einer neuen Anlage Energie eingespeist.

Idealisten, die immer noch Solarmodule auf' Dach bauen wollen, werden nach Kräften ausgebremst. Das Ganze erfolgt mit System: Zuerst ist ein Angebot einzuholen, dann hat man die Förderung für den Batteriespeicher beim Regierungspräsidium in Arnsberg zu stellen. Die Bearbeitungszeit der Behörden können Mathematiker beschreiben, sie strebt gegen unendlich. Erst wenn ein Fördererbescheid vorliegt, darf ein Auftrag vergeben werden, sonst gibt es gar keine Fördermittel. Ach ja, ehe man loslegen kann, muss auch der Netzbetreiber sein Plazet geben. Das stellt Solaraktivisten  erst einmal über Monate ruhig.

Ist dann die Förderung bewilligt, wir sprechen hier von ca. 3-4 % der Gesamtsumme, erteilt man dem Unternehmen seiner Wahl den Auftrag. Den Mitarbeitern des beauftragten Unternehmens muss man dann erste Hilfe leisten, weil sie sich sonst fast totlachen. Ein Angebot, das auch noch nach Monaten gültig ist, momentan eine Illusion.

Bedingt durch die hohe Auslastung der Firmen kann es dann noch weitere Monate dauern, bis mit der Montage dem begonnen werden kann. O.k., wenn alles gut geht, ist die in zwei Tagen erledigt. Leute in höherem Alter werden die Inbetriebnahme der Anlage vielleicht nicht mehr erleben werden.

Wie nennt man ein sauberes Kohlekraftwerk?
Ein Gerücht.