Quarantänefristen werden nun verkürzt oder für bestimmte Berufsgruppen ganz abgeschafft. Wenn sie sachlich begründet sind, darf man sie sie nicht je nach Laune und Lage beliebig variieren.

Geschieht das, wurden Bürger bisher vorsätzlich widerrechtlich in ihren Grundrechten eingeschränkt, oder aber sie werden nun vorsätzlich gefährdet oder sogar geschädigt. Erforderliche Fristen sind nicht vom Datum oder Beruf der Betroffenen abhängig.

Die Begründung, das sei zur Aufrechterhaltung lebenswichtiger Infrastruktur nötig, ist dreist. Zu Glück füllt die letzte Virusvariante kaum die Krankenhäuser. Auch haben die Energieversorger und das Rettungswesen jetzt schon hervorragende Konzepte, um ihre Funktionsfähigkeit auch in einer Pandemie zu erhalten. Schulen zeigten auch schon, dass eine heftige Grippewelle mit Fehlquoten von bis zu 30% bei Schülern und Lehrern nicht dazu führt, dass kein Unterricht mehr erteilt werden kann.

Die Drohkulisse mit dem Ausfall wichtiger Teile der Infrastruktur wird nun wie ein Mantra so lange wiederholt, bis es alle glauben. Die deutlich steigenden Infektionszahlen werden benutzt, um Angst zu schüren. Der Gesundheitstalkmaster nimmt sie als Grund, um erneut Einschnitte zu rechtfertigen. So geht es nicht, hoffentlich stellen die Gerichte das klar. Aber bitte bald, nicht erst wenn die Entscheidung bedeutungslosgeworden ist, so wie es im letzten Herbst war.

Wundert es da noch, dass immer mehr Bürger sich zu „Spaziergängen“ zusammenfinden? Leider nutzen einige Chaoten die Lage, um ihre Ideologie mit Gewalt zu verbreiten und nur die werden stets gezeigt. Das kann aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die fachliche Kompetenz unserer Entscheider von vielen Bürgern inzwischen angezweifelt wird. Zumal auch in Sachen Impflicht um eine Entscheidung nur herumgeeiert wird, egal wie das Ergebnis auch immer aussieht.